Ich baue Kabel und Rigs nach Mass — Recorder, die eine Festivalnacht durchlaufen, Breakout-Kabel fürs Recording-Bag. Aus Leidenschaft, aber vor allem, weil sie nützlich sein müssen.
Cases, Kabel und Software, die es so nicht zu kaufen gibt — gebaut für den Fall, den es zu lösen gab. Schau dir an, was im Einsatz ist.
Vier Beispiele
Festival · Broadcast
Die Wrackbox MK1
Ein ganzes Festival aufzunehmen ist ein Babysitting-Job. Jemand checkt das Laptop zwischen den Sets. Jemand wechselt um drei Uhr morgens die Karte. Jemand hofft, dass der Strom hält. Meistens war das ich — also habe ich eine Box gebaut, die mich nicht braucht. Strom rein, Audio rein, weggehen: Sie nimmt das ganze Wochenende von allein auf. Die Timetable geht einmal rein, für alle drei Tage — jeden Slot, jede Pause. Die Box folgt dem Plan von selbst, nimmt auf, was laufen soll, und bleibt still, wenn nichts läuft.
Das Case im Einsatz, beide Kartenschächte von vorn erreichbarDas Anschlussfeld: XLR- und RCA-Out, zwei Kartenslots parallel
Technische Daten
Aufnahme
15 Tage auf zwei Karten, parallel
Redundanz
stirbt eine Karte, läuft das Set weiter
Nach Stromausfall
reboot von selbst, Aufnahme läuft weiter
Dateien
automatisch gesplittet, keine 300-GB-Monster
Ausgänge
XLR + RCA — Livestream, Radio, Broadcast
Fernzugriff
Status und Steuerung über LTE, von überall
Timetable
einmal programmiert, läuft automatisch über alle drei Tage
Location Sound · Bag · Angel
Kabel nach Mass
Mogami-Kabel, Neutrik-Stecker, von Hand gelötet und jede Ader einzeln durchgemessen. Fünfpolig für Mid/Side an der Angel, Breakout von fünf Pol auf zwei dreipolige Flachstecker fürs Recording-Bag, Verlängerungen für Ambisonics-Rigs, dazu Adapter zwischen Steckerwelten, die nicht zusammenpassen wollten. Mogami, weil es im Bag kaum Griffgeräusche überträgt und auch nach hundert Drehtagen noch weich in der Hand liegt.
Fünfpolig für Mid/Side, auf Länge konfektioniertFünf Pol auf drei Pol, flach gebaut fürs BagAngelkabel und Breakout, wie sie im Case liegenAdapter zwischen Steckerwelten, ebenfalls nach Mass
Gebaut gegen den Ärger, der immer gleich anfängt: Der fertige Stereomix kommt als Dual Mono zurück, oder er ist auf einmal zu leise. Datei ins Fenster ziehen, und die App prüft sie gegen ein Ausgabeprofil — Pegel, Lautheit, Kanäle, Format. Pass, Warnung oder Fehler, mit Timecode zur Fundstelle. Nichts wird hochgeladen, alles rechnet lokal.
Ein Peli 1400, ausgebaut für den Merging Anubis SPS Premium — Vorverstärker und Monitorcontroller in einem, mitgenommen auf den Griesgletscher. Der Strom kommt aus SWIT-NP-1-Akkus; über einen powerCON läuft und lädt das Case gleichzeitig, und im Feld übernimmt der Akku nahtlos. Zwei Wege, eine Aufnahme.
Peli 1400 mit dem Anubis, am Griesgletscher
Technische Daten
Case
Peli 1400, selber ausgebaut
Herz
Merging Anubis SPS Premium
Aufnahme
Zoom F3 mit LOM-Ucho-Mikrofonen
Strom
SWIT NP-1, powerCON für Netzbetrieb
Redundanz
nahtlose Übernahme auf Akku
Verkabelung
Mogami, innen wie aussen selbst gebaut
04 — Field Recording
Die Aufnahmen
Ich nehme auf, was gebraucht wird: Filmton am Set, Sprecher, Atmosphären und Naturgeräusche draussen, ganze Festivalnächte am Stück. Der Ort bestimmt das Rig, nicht umgekehrt.
Aufnahmen für Forschung, Dokumentarfilm und Sound Libraries
Filmton für Dokumentarfilm und Werbung
Was ich aufnehme
Stereo und Mid/Side, Resonanzen mit Kontaktmikrofonen, Atmosphären und Naturgeräusche, Foley und Soundeffekte, Sprecher und Podcast — und Konzerte, Events und ganze Festivals.
Seilbahn, hängend
Kontaktmikro am Tragseil. Ein Kilometer gespanntes Stahlseil ist eine Saite, man muss sie nur anfassen. Klingt wie ein Bass, den niemand gebaut hat.